Geschichte als mittelalterlicher Hintergrund unseres mittelalterlichen Lagers

Eine Mittelalterdarstellung ist ein kleiner Ausschnitt aus dem damaligen Zeitgeschehen. Um den Besucher eine Erklärung über diesen Ausschnitt zu geben, kann man eine Geschichte als Erklärung erfinden.
Grundsätzlich wohnte man früher ja dauerhaft nicht in Zelten, aber mit unserer Geschichte begründen wir, gerade im Zelt unterwegs zu sein. Es wäre ja sonst auch schwierig ein entspr. Hütte für ein Wochenende zu errichten und anschließend spurlos wieder abzubauen:

 

Von Reisenden erfuhren die Ältesten unserer Sippe im Jahre 626 von den Sieg der Sachsen unter Bertoald über die Franken unter Dagobert und
wie diese wiederum an der Weser von den Franken unter Chlotar den II. geschlagen wurden.
Auch von der Niederlage der Sorben bei Rodolstadt im Jahre 633 durch Radulf und wie 636 der Bretonen-Stamm von den Franken unterworfen wurde,
erfuhren sie.

Wir befinden uns im Jahre 663 und durch die laufenden Schlachten und die Unruhen suchen wir in Thoringi (Thüringen) neues Land zur Feld- und Viehnutzung zur Gründung eines Anwesens. Mit Weib und Kinde durchziehen wir das weite, mit dichten Wäldern und Sümpfen bedeckte, fast unbesiedelte Land und hoffen auf die Hilfe unserer Götter.

Die Franken ließen uns trotz Sieg unsere Kultur, Lebensweise, Sitten und Gebräuche und die Slawen mit ihrer uns fremden Kultur,  müssen wir nicht fürchten und können Handel treiben.

Wir sehnen uns endlich wieder nach einer festen Behausung und hoffen im Osten von Thoringi einen Siedlungsplatz zu finden, auf dem wir unsere Flechthütten errichten und vielleicht ein Langhaus bauen können. Durch Waffendienste haben wir etwas Erfahrung im Kampfe und hoffen auf einen sicheren Platz.

Unsere Sippe nennt sich “Tagarod”, was so viel wie Morgenröte (auf altdeutsch) bedeutet.

Die Morgenröte steht am Anfang des ewigen Sonnenkreises und  war das Sinnbild für Ewigkeit, die Wiederholung und den ständigen Neubeginn.


Unser Anliegen bei unserer Darstellung ist, dem geschätzten Besucher oder dem Gast, auf dem Wege einer Darstellung die frühere Lebensweise und Gepflogenheiten näher zu bringen.
Wir verkaufen und vermarkten nichts, wie es manch Andere tun. Mit unseren Lederbeuteln oder anderen Gegenständen aus unserer Zeit kann der Besucher in der Gegenwart nichts anfangen. Und auf Andenken und Kitsch kann er verzichten.